Öko- und Kartosemiotik

Während die Ökosemiotik die zeichenhaften Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur untersucht, beschäftigt sich die Kartosemiotik mit Kartenzeichen und kartenähnlichen Zeichensystemen zur Visualisierung von Zuständen. Grundlage der Kartosemiotik sind raum- und zeitbezogene graphische Zeichenmodelle mit kartographischen und nicht-kartographischen Traditionen von der prähistorischen Zeit bis zur Gegenwart.

Kartosemiotische Themen sind praktisch unbegrenzt, in der Kombination mit ökosemiotischen Fragestellungen ergeben sich Schnittstellen sowohl zu den Geo- und Umweltwissenschaften als auch zu Medien- und Kulturwissenschaften. Damit ergänzt die Kartosemiotik die Schnittstellen der Ökosemiotik zur Kultursemiotik, der Biosemiotik und der Physikosemiotik.

Die besondere Bedeutung der Kartosemiotik besteht heute ganz wesentlich in der rechnergestützten bzw. Internet-Anwendung, die auf den verschiedensten Aufgabenfeldern ein raum- und zeitbezogenes Monitoring gestattet. Durch die Zusammenführung thematischer Karten zu Atlanten ergeben sich vielfältige Anwendungen sowohl in der akademischen Ausbildung als auch im nicht-akademischen Rahmen (Statistik, Freizeit). Hier sehen wir ein großes Potenzial hinsichtlich thematischer Bildatlanten, zum Beispiel für Tablets und Smartphones.

Öko-/Kartosemiotische Nutzungsmöglichkeiten orientieren sich in theoretisch-methodische, angewandt-praktische und technisch-technologische Richtungen. Diese Aufgaben wollen wir in Workshops und Seminaren, in Veröffentlichungen und auf Exkursionen angehen. Ein wesentliches Ziel ist die Anwendung von öko-/kartosemiotischen Produkten auf mobilen Geräten und die Einbeziehung der elektronischen Medien, zum Beispiel in Form von e-Journals, multidisziplinären und multimedialen (Mini-)Atlanten und ähnlichen Visualisierungen.

Ihre Ansprechpersonen für die Sektion

Monika Huch (Profil | E-Mail)

Alexander Wolodtschenko (Profil | E-Mail)

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